Presseerklärung des Bündnisses „Wir zahlen nicht für eure Krise” vom 17. September ‘09:
In mindestens 28 Städten wurden auf den Aufruf des bundesweiten Bündnisses „Wir zahlen nicht für eure Krise” Aktionen unterschiedlicher Art durchgeführt: Kundgebungen, Demonstrationen, Belagerungen von Banken, Konzernen und Ämtern, Filmvorführungen, Straßentheater, Aktionen vor Betrieben, Inforstände usw.
Bernd Riexinger, Geschäftsführer des ver.di Bezirks Stuttgart und Mitglied im Stuttgarter Bündnis: „Wir freuen uns, dass sich so viele Menschen beteiligt haben und sich in immer mehr Städten aktiven und handlungsfähige Bündnisse gründen.”
In Stuttgart versammelten sich etwa 700 Menschen zur Kundgebung vor und im Rathaus und forderten ein Ende des Sozialdumpings. Weit über 1000 Menschen nahmen an der abendlichen Abschlusskundgebung teil. Das nordhessische Widerstandsbündnis verteilte 4000 Flugblätter in der Fußgängerzone von Kassel und informierte über die Folgen der Krise auf kommunale Infrastruktur und Sozialpolitik. In Berlin wurde der Tag von der Aktion “Keiner muss allein zum Amt” am Jobcenter Mitte eröffnet, in dem Begleitservice für Hartz4-Empfänger angeboten und genutzt wurde - vergleichbare Aktionen fanden auch in Hanau, Mannheim, Karlsruhe und Köln statt. Im Zuge der Kundgebung “Die Krise findet Stadt” wurde eine mehrere Quadratmeter große Abdankungsurkunde vor dem Büro der Senatorin für Stadtentwicklung an Ballons vor den Fenster ihres Büros gehisst. Von der Kundgebung auf dem zentralen Wittenbergplatz startete die Aktion “Banküberfall“, die symbolisch die Rückgabe der staatlichen Gelder, die Vergesellschaftung des Bankensektors und die Demokratisierung der Wirtschaft forderte. Die Menge von über 100 Personen wechselte so schnell zwischen verschiedenen Banken, dass Gegenmaßnahmen der Polizei vergeblich blieben. In Leipzig wurde die Commerzbank symbolisch zugemauert.
„Der Aktionstag hat gezeigt, dass viele Menschen nicht bereit sind, die Abwälzung der Krisenfolgen auf Erwerbslose, Beschäftigte, Schüler/innen und Studierende, Migrant/innen und Rentner/innen hinzunehmen und das wir für die nach den Bundestagswahlen anstehenden Kämpfe bereit sind”, so Christina Kaindl, Sprecherin des bundesweiten und Berliner Bündnisses. Das Bündnis trifft im November zu einer Aktionskonferenz zusammen und berät weitere Schritte.
Hier finden sich weitere Informationen über Aktivitäten vor Ort. Gerne informieren wir Sie auf Nachfrage.
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