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„Floating Block“ auf der Berliner Demo am 28. März

„Die Krise heißt Kapitalismus!“

Ein offenes Blockkonzept für eine eingreifende Kapitalismuskritik

Wenn es am 28. März weltweit heißt „Wir zahlen nicht für Eure Krise!“ ist für viele klar: die Krise heißt Kapitalismus. Auch im Berliner Demo-Bündnis sind sich die Beteiligten aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen und Spektren der Linken über diese Analyse einig.

Doch das kann nur ein Anfang sein: Wir laden Euch dazu ein, mit uns innerhalb der Demo antikapitalistischen Perspektiven einen unübersehbaren Ausdruck zu verleihen. Die Krise führt zu Umbrüchen innerhalb des Kapitalismus und stellt antikapitalistische Politik vor neue Herausforderungen. Unsere Kapitalismuskritik kann sich nicht auf die abstrakte Negation des Kapitalismus beschränken, sondern will in die Kämpfe um die Krisenbearbeitung eingreifen, konkrete Forderungen aus sozialen Auseinandersetzungen mit Perspektiven radikaler Gesellschaftsveränderung verbinden. Wir brauchen jetzt ein offensives Eintreten für antikapitalistische Perspektiven, das sich dabei nicht von den anderen DemoteilnehmerInnen abgrenzt, sondern Diskussionen anstößt, verbindet und radikalisiert! Der „Floating Block“ mischt sich in die Demo. Wir wollen uns nicht abkapseln und uns nicht von Polizeikordons unsichtbar machen lassen. Er ist eine Einladung: offen für Alle – über Subkulturen, Dresscodes und indentitäre Politikformen hinweg. Eine Einladung sich einzubringen, aus der Krise eine Krise des Kapitalismus zu machen und für solidarische Perspektiven jenseits von Krise, Krieg und Kapital zu kämpfen. So wie es ist, bleibt es nicht. Das gilt mehr denn je auch für antikapitalistische Politik.

Der offene “floatende” Antikapitalistische Block

  • ist eine Plattform für die vielgestaltigen Kämpfe um konkrete Verbesserungen unserer Lebensbedingungen, für radikale Verkürzung der Arbeitszeit ebenso wie gegen Hartz IV und Studiengebühren, für soziale Sicherheit für alle, egal mit welchem Pass – erst in der Verbindung  der Kämpfe kann eine Bewegung für eine solidarische globale Gesellschaftsordnung jenseits des Kapitalismus entstehen.
  • greift den Kapitalismus als permanente alltägliche Krise für Millionen Menschen an – Klimakrise & Krieg, Hunger & Armut, Konkurrenz & Ausbeutung Entrechtung von MigrantInnen & rassistische Abschottung, Prekarisierung hier & im globalen Süden, die Ökonomisierung von Bildung, Wohnen & Gesundheit.
  • verbindet Kapitalismuskritik und den Kampf für solidarische Formen gegen Rassismus, Antisemitismus und nationale Borniertheit. Gegen nationale Gemeinschaften oder Standortpakte macht er die Notwendigkeit von transnationaler Solidarität und einer Verbindung der Kämpfe in Nord und Süd stark.
  • will in den Auseinandersetzungen um die Krise eine auf’s Ganze zielende Kritik des Kapitalismus konkret machen und verbreiten: Enteignung und Vergesellschaftung von Banken und Unternehmen statt Verstaatlichung der Verluste, Arbeitszeitverkürzung für alle statt Lohnsenkungen und Arbeitslosigkeit, globale Solidarität statt Standortnationalismus – für eine echte demokratische gesellschaftliche Gestaltung von Leben, Arbeiten und Wirtschaften statt Profitlogik und Wachstumszwang.
  • will entschlossen, aber nicht abgeschlossen wirken, bewegt statt statisch und einladend für die Beteiligung vieler gesellschaftliche Gruppen –  er will andere für antikapitalistische Perspektiven gewinnen anstatt nur unter sich bleiben.
  • will Schluss machen mit Demoroutinen und uns und anderen Lust auf das ‘Mehr’ machen  – auf neue Formen der Solidarität, gemeinsames Handeln in kommenden Kämpfe und auf eine gesellschaftliche Offensive: Streiks und sozialer Ungehorsam für ein gutes Leben jenseits von Krise und Kapitalismus!

Bringt eigene Transpis und Ideen mit – wir treffen uns vor dem LKW des Antikapitalistischen Blocks bei den pinken Ballons und den zahlreichen blauen Stangentranspis mit dem Motto: „Die Krise heißt Kapitalismus!“

WIR ZAHLEN NICHT FÜR EURE KRISE!
EINE WELT ZU GEWINNEN —
JENSEITS VON KRISE, KRIEG UND KAPITALISMUS!

SAMSTAG | 28. MÄRZ 2009 | 12 UHR
BERLIN | ROTES RATHAUS

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